Bendy.ch

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Mittwoch, 1 Oktober 2014
von Luke Sorcelli
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Manchmal kommt der Tod plötzlich und ohne Vorwarnung

Man steht morgens auf, Macht den Krümel startklar und liefert sie strahlend in der Krippe ab. Man geht motiviert zur Arbeit, der Regen hat sogar aufgehört. Man geht mit den Kollegen zu Mittag essen, diskutiert über Nuggientwöhnung und Mediacenter PCs. Man plant seinen Nachmittag im Kopf als die Frau anruft und sagt:

“Dein Vater ist gestorben”

Häwas?

“Dein Vater ist gestorben !”

In dem Moment läuft einer der krassesten SciFi-Special-Effects ab den ich je erlebt habe. Die Wände des Raumes fliegen auseinander, es ist still, ich höre meinen Atem…

WAAAS?

“Der Nachbar Deines Vaters hat geschrieben Dein Vater sei gestorben. Du sollst ihn anrufen”

Klar mach ich…

“Hey mein Beileid, Dein Vater ist von uns gegangen…”

Oh… Äh… Danke… (Kinderstube schlägt durch, “Danke” sagen scheint sowas wie ein Notprogramm zu sein)

“Gib mir bitte Deine Nummer, die Polizei möchte sie”

Ja klar. 079….

“Wenn was ist, ruf mich bitte an”

Klar, danke…

Sekunde… in welchem Film bin ich gerade? Es rauschen tausende Gedanken durch meinen Kopf… Was ist passiert? Wie gehts jetzt weiter? Was macht man in so einer Situation? Was mach ich jetzt???

Der Kollege fragt was los ist. In diesem Moment kommen die Emotionen hoch. Schmerz, Trauer, Ungewissheit. Es ist schwierig die Fassung zu bewahren. Ich informiere kurz die Kollegen und mache mich auf den Weg nach Liestal.

Mona und ich sitzen im Tram, versuchen zu fassen was passiert ist. Wir vergiessen Tränen zusammen. Plötzlich werden es Lachtränen, als eine lustige Anekdote durchflitzt. Ja, auch Freude ist eine Emotion die immer wieder aufkommt. Das ist auch gut so, immer wieder gibt es unbeschwerte Momente, als wäre nichts gewesen.

Die Polizei meldet sich und erklärt mir die Situation. Die Begriffe “Rechtsmedizinischer Dienst” und “Haus versiegelt” fallen. Vor meinem inneren Auge laufen Gil Grissom und sein Team mit Taschenlampen durch das Haus. Die Umgebung blendet sich wieder aus und ich stehe mit meinem Handy am Ohr auf einer Meta-Ebene ausserhalb der Realität. Die Leute am HB huschen an mir vorbei, doch irgendwie bin ich nicht dort. Keine Ahnung wo ich bin.

Da ich nicht zu ihm kann bleibt mir nicht viel mehr als Familie und Freunde zu benachrichtigen. Zeitweise ist es fast wie ein normaler Tag bis plötzlich aus dem nichts eine heisse Watsche kommt und mich wieder aus den Geleisen hebt. Im nächsten Moment rasen wieder tausende Gedanken durch den Kopf. Und immer wieder die selbe Frage

Wie gehts jetzt weiter?

Es ist ein völlig unbekannter Zustand, in dem ich mich befinde. Ich weiss nur, dass ganz viele Emotionen auf mich warten. Trauer, Schmerz aber auch Freude (hoffentlich), sowie vermutlich ganz viel Arbeit und schwierige Entscheidungen.

Ruhe in Frieden, Paps.
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Montag, 15 September 2014
von Luke Sorcelli
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Smart Phone, Smart Watch, Smart Home? Ein Einblick in die Möglichkeiten mit DigitalSTROM

Eine gutaussehende Person betritt eine stylish eingerichtete Wohnung mit Blick über die Stadt. Mit einem Schalterdruck, oder einfach mit ausgesprochenen Wünschen, wird das Licht gedimmt, die Lounge-Playlist startet und die Leselampe geht an. Geht nur bei James Bond oder einer saumässig aufwändigen und teuren Hausinstallation im Neubau? vielleicht nicht nur…

Vor ein paar Tagen durfte ich an einem Presse-Event der Firma digitalSTROM deren Produkt etwas besser kennenlernen. Wie viele andere Systeme kann digitalSTROM dimmen, schalten, walten und so das zuhause vom Tablet aus steuerbar machen, soweit nichts neues. Für mich interessant sind zwei andere Aspekte. Zum einen lässt sich das System ohne grosse Baumassnahmen in bestehende Installationen einklinken. Das geht sogar in einer Denkmalgeschützten Kirche :D

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Montag, 14 Juli 2014
von Luke Sorcelli
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Donutrunde bei Swisscom: Hinter den Kulissen von Security und Störungsdienst

Donnerstag Abend hat Swisscom einige Blogger zu einer lockeren Runde eingeladen. Auf dem Programm standen diesmal Einblicke wie Swisscom sich und Ihre Kunden vor bösen Buben schützt und wie mit Störungen verfahren wird. no-photoGanz Nebenbei konnten wir einen Blick in die Räumlichkeiten der Alarmzentrale werfen. Leider durften keine Fotos von dem Operationsraum mit dem riiiiiesen Screen gemacht werden. Ob das mit dem Fussballspiel zu tun hat, welches auf dem Screen lief, entzieht sich meiner Kenntnis ;)

Dafür durften wir so ziemlich alles fragen und erhielten auch meistens eine Antwort. Weiterlesen →

Dienstag, 8 Juli 2014
von Luke Sorcelli
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BikeToWork: Mit dem Velo zur Arbeit

Vielleicht war es der 30. Geburtstag. Vielleicht war es die Geburt unseres #Minigeek. Vielleicht war es der Umstand, dass die Gurtlöcher immer weniger wurden.

Wie auch immer, ich wollte etwas für meinen Körper tun. Ihn in Schuss halten. Doch was?

  • Joggen? Langweilig
  • Fitness-Center? Bin lieber draussen
  • Wandern? Ja gern, ist aber Zeitintensiv
  • Biken? Hmmmmm….

Bendy_Bike

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Freitag, 23 Mai 2014
von Luke Sorcelli
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Gerätetest: Devolo PowerLine dLAN 650+

Schon vor ein paar Monaten erhielt ich von der Firma Devolo ein PowerLine Starterkit mit 2 dLAN650+ Adaptern zur Verfügung gestellt mit der Bitte, mir das ganze doch mal etwas genauer anzusehen. Als Neu-Papa der daneben noch die Stelle gewechselt hat, bleibt die Zeit für einen ausführlichen Test gerne auf der Strecke. Zudem wäre ein “Hey, es funktioniert imfall” auch etwas dünn als Feedback :D

Letzte Woche standen die Sterne günstig. Unser WLAN reicht nicht durch die ganze Wohnung, also muss der Router versetzt werden. Da das NAS und der Drucker aber im Büro bleiben sollten und ich nicht meterweise Kabel einziehen wollte, war das der perfekte Anwendungsfall. Motiv, Mittel und Gelegenheit sozusagen. Wie das ganze Funktioniert und ob ich graue Haare davon bekommen habe erzähle ich euch gerne. Nur soviel vorweg: das Endergebnis läuft besser als erwartet.

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Sonntag, 6 April 2014
von Luke Sorcelli
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Nivea Gesichtscreme für Männer

Was ist “schön”?

nivea-for-men-bendy-chDie Zeit ist einerseits etwas sehr berechenbares. So kann auf die Hundertstelsekunde genau vorausgesagt werden, welche Zeit zum jetzigen Zeitpunkt plus 5 Sonnenrunden sein wird. Andererseits ist sie sehr unberechenbar, zumindest ihre Zähne. Der Sprichwörtliche Zahn der Zeit kommt früher oder später bei jedem von uns vorbei. Folgt man der Werbung, ist das bei der weiblichen Gesichtshaut so ungefähr mit 20 der Fall. Ab dann, so versprechen die angebotenen Cremes, helfen sie den Zahn der Zeit zu verlangsamen oder sogar aufzuhalten.
Wir Männer haben es da einfacher. Lange Zeit war Aftershave das einzige, was als Zusatz für das männliche Gesicht beworben wurde. Und auch da war nicht unbedingt die Verjüngung das überwiegende Argument. Zudem zeugt ein von der Sonne und der Umwelt gegerbtes Gesicht von Erfahrung mit dem Leben und seinen Wendungen. Weiterlesen →

Montag, 10 März 2014
von Luke Sorcelli
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Das Leben nach dem Auto

Der Beitrag von Frau W., in dem sie von ihrem Bob Abschied nahm, erinnerte mich an meinen Abschied vor neun Monaten.

Wie alles begann…Photo 17.07.13 15 31 42

Das Auto ist meistens auch ein bisschen Status-Symbol. Für mich war es damals auch ein Stückchen Freiheit. Man konnte einfach irgendwohin fahren und musste nicht auf Fahrpläne achten oder frierend im Regen auf den verspäteten Zug warten, der sicher rappelvoll und überheizt sein wird. Das Auto war meine eigene kleine Welt. Eine Blase, in welcher meine Musik lief, mein Raumklima herrschte und meine Regeln galten. Später wollte man nicht nur von A nach B kommen, sondern dies auch noch mit Stil tun. Das Vorwärtskommen sollte Spass machen, wobei wir beim Status-Symbol angekommen sind. 2006 kaufte ich mir ein Upgrade in Form eines Skoda Octavia RS mit getönten Scheiben und gecleantem Vorder-  und Hinterteil. Die Mühle soll im Testosterongeschwängerten Umfeld  ja auch was hermachen :D Weiterlesen →

Montag, 18 November 2013
von Luke Sorcelli
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Abstimmungswerbung als persönliche Nachricht – eine gute Idee?

In den letzen 10 Jahren hat sich die Menge der Abstimmungsvorlagen und vor allem der Volksinitiativen gefühlt verdreifacht. 4x im Jahr flattert das dicke Couvert mit dem Daumenabdruck rein und jedes mal darf man zu einer Vielzahl von Vorlagen seine Meinung ins Kästchen schreiben. Versteht mich jetzt bitte nicht falsch, ich schätze diese Möglichkeit sehr hoch und mir ist bewusst, dass es ein hohes Privileg ist, seine Meinung auf diese Weise gehört zu wissen. Nicht zuletzt aus diesem Grund habe ich mich darum bemüht, den Schweizer Pass und damit dieses Privileg mit den dazugehörigen Pflichten zu erhalten.

Was mir allerdings gegen den Strich geht sind Versuche, meine Entscheidung eine Woche vor der Abstimmung mit der Tränendrüse zu beeinflussen. So versucht mit einer Nachricht mit folgendem O-Ton

Ich will die Initiative XY unbedingt durchbringen. Setze deshalb auf Deinem Stimmzettel ein Ja/Nein für die Initiative XY damit wir den rechten Kapitalisten / Linken Gutmenschen / Baumliebhabern / Umweltverschmutzern / YouNameIt eins reinwürgen können.

Hier noch ein Video damit Du siehst wie schlimm die sind.

Ähnliche Anfragen kennen wir alle von Postwurfsendungen, Plakaten oder Flyern und zumindest ich entsorge es entweder als Altpapier oder als Anzünder für Lagerfeuer. Etwas so geartetes als persönliche Nachricht ist doch neu und lässt ein paar Gedanken durch meinen Kopf schiessen.

Was passiert wenn ich der Aufforderung nicht entspreche? Wird mir die Freundschaft gekündigt? Bin ich deswegen ein Unmensch? Ich finde es ist ein Unterschied ob solch platte Aufforderungen per unpersönlichem Flyer zu mir kommen oder als persönliche Nachricht von einem Freund. Dies und der Umstand dass der Text mit Ausnahme meines Namens in der Anrede grad so gut von einem ebensolchen Flyer stammen könnte, finde ich mehr als frech.

Klar, bei Volksinitiativen geht es schlussendlich um jede Stimme, aber ist ein solches Vorgehen der Sache zuträglich? In meinem Fall sicher nicht. Wenn schon eine persönliche Nachricht verschickt wird, dann bitte eine, die das Attribut “persönlich” auch verdient. Im konkreten Beispiel habe ich bisher nie irgendwas verlauten lassen, wie ich zur Vorlage stehe, da ist eine hetzerische unverblümte Aufforderung à la “wir zeigen’s denen!” im besten Fall etwas zu viel des guten, im schlechtesten absolut daneben. In jedem Fall zeigt sich, dass der Absender sich nicht im geringsten damit auseinander gesetzt hat, ob und falls ja wie ich zu der Sache stehe. Wieso nicht etwas in dieser Art?

Hoi Bendy,

Wie Du vielleicht weisst, stimmen wir bald über die Initiative XY ab. Mir persönlich liegt das Thema sehr am Herzen und werde die Vorlage deshalb ablehnen/zustimmen. Unter diesen Links findest du weitere Informationen, weshalb die Vorlage eine gute/schlechte Sache ist.

Es würde mich freuen, wenn Du diese Vorlage mit deinem Ja/Nein ebenfalls unterstützen/verhindern helfen würdest.

Klingt doch schon ganz anders, oder?

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Montag, 4 November 2013
von Luke Sorcelli
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Mobiler Strom für Unterwegs: Next Generation

Vor anderthalb Jahren habe ich bereits über ein unscheinbares aber inzwischen ebenso unverzichtbares Gadget geschrieben, welches Strom für unterwegs bietet.

Photo 21.09.13 15 54 22Das A-Solar A7000 Pack liefert noch immer genug Power, um ein paar Tage ohne Steckdose auszukommen. Da es aber nicht mehr verkauft wird wurde es Zeit, den Blick auf das aktuelle Angebot zu richten. Aktuell ist das A-Solar AL370 das, was meinem Pack in Sachen Grösse und Leistung am nächsten kommt. An dieser Stelle vielen Dank an die Jungs von Brack.ch, welche mir freundlicherweise ein ebensolches zur Verfügung gestellt haben.

Was ist es?

Optisch folgt das AL370 dem aktuellen Trend. Gebürstetes Metall, schwarz gummierte Oberflächen und Orange als Kontrastfarbe geben dem Pack einen toughen Industrial-Look.

Unter der Haube ist das AL370 minim stärker auf der Brust, als mein A7000. Das AL370 Speichert mit 7’300mAh etwas mehr als der Vorgänger. Zum Vergleich: Der Akku des iPhone 5 Speichert 1’500 mAh, der des Samsung Galaxy S4 2’600 mAh. Ebenfalls liefert es am USB-Port satte 2.1A, was auch für die aktuellen Handys und sogar Tablets genug ist. Weiterlesen →